Künstler im Fokus
Georges Braque wurde am 13. Mai 1882 in Argenteuil, Frankreich, geboren. Er wuchs in Le Havre auf und begann seine künstlerische Ausbildung zunächst als Lehrling bei einem Dekorationsmaler. Später studierte er an der École des Beaux-Arts in Le Havre und anschliessend an der Académie Humbert in Paris.
Braque war ein Pionier des Kubismus, einer revolutionären Kunstrichtung, die er gemeinsam mit Pablo Picasso entwickelte. Ab 1908 begannen Braque und Picasso, die traditionelle Perspektive und Darstellung in der Kunst zu hinterfragen, was zur Entstehung des Kubismus führte. Diese Phase war geprägt durch die Zerlegung von Objekten in geometrische Formen und die Darstellung von mehreren Perspektiven innerhalb eines einzigen Kunstwerks.
Während des Ersten Weltkriegs diente Braque in der französischen Armee und wurde schwer verletzt, was eine längere Unterbrechung seiner künstlerischen Tätigkeit zur Folge hatte. Nach seiner Genesung kehrte er zur Malerei zurück und entwickelte seinen Stil weiter. In den 1920er und 1930er Jahren wendete er sich einem neoklassizistischen Stil zu und experimentierte mit verschiedenen Medien und Techniken, darunter die Skulptur und die Gravur.
Georges Braque starb am 31. August 1963 in Paris und hinterliess ein beeindruckendes Oeuvre, das ihn als einen der wichtigsten Künstler des 20. Jahrhunderts auszeichnet.
Barbara